Raue Hände, feine Seide – Seidenbandweberei im Baselbiet
Raue Hände, feine Seide – Seidenbandweberei im Baselbiet
Im Bauernhaus von Therwil BL (Nr. 131) wird die neue in Zusammenarbeit mit dem Museum.BL, Liestal, eingerichtete Ausstellung «Raue Hände, feine Seide – Seidenbandweberei im Baselbiet» gezeigt. Sie können auf eine kontrastreiche Ausstellung über die Seidenbandweberei im Baselbiet freuen. Sie gibt Einblick in die Anfänge der Seidebandweberei vom 16. Jahrhundert an und führt durch die Industrialisierung bis hin zum Niedergang.
Die Seidenbänder wurden im 19. Jahrhundert in grossen Mengen weltweit exportiert. Die Mode war bis in die 1950er-Jahre undenkbar ohne Seidenbänder. Hüte, Mäntel, Röcke, selbst Haarspangen wurden mit Seidenbändern verschönert. Grösstenteils produzierten die Bauernfamilien im Baselbiet diese Seidenbänder bei sich in der Stube, später zusätzlich in der Fabrik. Aus Not, weil der Boden karg war. Zugleich waren diese Familien privilegiert, konnten sie sich doch damit ein Geldeinkommen sichern. Mit den Wirtschaftskrisen und nach dem Weltkrieg verlor die Luxusindustrie ihren Stellenwert und die Mode wurde schlichter. Die rauen Hände der Bauern hörten nach und nach damit auf, die feine Seide zu bearbeiten.

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