Ohne Garten kann man sich das Bauernhaus kaum vorstellen. Im späten 18. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Lande eine reiche Gartenkultur mit eindrücklichen Anlagen. Zum Beispiel 321: Bauernhaus Madiswil (1709/Berner Mittelland); 331: Bauernhaus Ostermundigen (1797/Berner Mittelland); 551: Bauernhaus mit Taubenhaus von Lancy (1762, 1796, 1820/Westliches Mittelland); 1111: Weinbauernhaus Richterswil (um 1780/Östliches Mittelland).
Weltweite Kontakte liessen vor allem im 19. Jahrhundert bisher unbekanntes Gemüse, Blumen und Sträucher heimisch werden. Eine der bekanntesten dieser Pflanzen ist die aus Südafrika stammende Geranie. Nicht alle Bauern konnten sich jedoch den Luxus grosszügig angelegter Zierrabatten leisten. Zum Beispiel 111: Bauernhaus La Chaux-de-Fonds(1617/Jura); 371: Taglöhnerhaus Detligen (1760/Berner Mittelland); 1011: Bauernhaus Adelboden (1698/Berner Oberland); 1111: Wohnhaus Blatten (1568/Wallis).
Beim Haus von Herzogenbuchsee befindet sich ein grosser Garten, in dem als Heilmittel verwendete Gräser, Kräuter, Blumen und Sträucher aus Wald und Feld gezeigt werden (302). Weiter empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf die verschiedenen Getreidefelder (301), den Samengarten (303) und das Tabakfeld zu werfen (501).