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Baustelle Schweiz

In manchen Ballenberg-Häusern wird die Baugeschichte des Gebäudes in einer ergänzenden Ausstellung erzählt.

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Das Haus aus Schwyz im Freilichtmuseum Ballenberg.

Wohnhaus aus Schwyz SZ

Das Wohnhaus aus Schwyz ist sehr alt. Es wurde 1336 errichtet. Zwei Ausstellungen zeigen 700 Jahre Geschichte..

Haus- und Bewohnendengeschichte

Als das Wohnhaus 1995/96 auf dem Ballenberg wieder aufgebaut wurde, entschied man sich, den Zustand um 1400 zu zeigen.

Eine Ausstellung widmet sich der Haus- und Baugeschichte und macht die Veränderungen über Jahrhunderte hinweg sichtbar. Resultate archäologischer Untersuchungen, Texte, Zeichnungen und Pläne werden mit zahlreichen Fotografien ergänzt. Sie zeigen den Abbau des Hauses für das Freilichtmuseum oder erzählen von den Wohnverhältnissen der letzten Bewohnenden.

Kunstinstallation von Ursula Stalder

Die Künstlerin Ursula Stalder hat mit Fundgegenständen aus dem Haus ein Stimmungsbild über das Leben der Bewohnenden im Haus geschaffen. Die Gegenstände folgen keiner wissenschaftlichen Anordnung mit Daten und Angaben, sondern sollen die Ästhetik der 700-jährigen Hausgeschichte vermitteln.

Wohnhaus aus Schwyz SZ
Icon Museumsplan Nr. 751 Wohnhaus aus Schwyz SZ

Wohnhaus aus Malvaglia/Serravalle

Das einfache Holzhaus mit Steinkeller steht im Freilichtmuseum an einem Steilhang, so wie es schon im Bleniotal im Tessin lag. Im Haus aus Malvaglia (821) können die Besuchenden auf zwei Geschossen nicht nur etwas über den Alltag der Region lernen, sondern erhalten in einer Ausstellung Einblicke in die Baugeschichte und wie sich das Haus in die Dorfgeschichte einfügt. Drei Stuben mit Möbeln, Betten und religiösen Symbolen zeugen vom Alltag der Bewohnenden vom 16. bis Anfang 20. Jahrhundert.

Im Obergeschoss befindet sich die Ausstellung zur Bau- und Dorfgeschichte. So war das ursprüngliche Dach wohl nicht aus Stein, das hätte die Holzkonstruktion zu sehr belastet. Archäologische und dendrochronologische Untersuchungen geben Auskunft über das Alter des Hauses. Viele religiöse Inschriften und Einkerbungen lassen vermuten, dass das Haus ursprünglich als Pfarrhaus diente.

Wohnhaus aus Malvaglia/Serravalle TI
Icon Museumsplan Nr. 821 Wohnhaus aus Malvaglia/Serravalle TI

Gutshof aus Novazzano

Im ersten Geschoss auf der westlichen Seite des Gutshofs zeigen Kartenausschnitte, Baupläne und Textabschnitte die Veränderungen auf dem Gutshof und seiner Umgebung im Laufe der Zeit. Der Gutshof «La Pobbia» wurde vor seiner Reise ins Freilichtmuseum immer wieder umgebaut und den Bedürfnissen der Bewohnenden und ihrer Arbeit angepasst. Heute ist der Gutshof ein steinernes Zeugnis für den Wandel in der ganzen Region. In der Ausstellung erfahren Besuchende die Baugeschichte des Gutshofs und wie sich die ursprünglich ländliche Umgebung um Novazzano verändert hat. Dort, wo einst der Gutshof stand, erinnert nur noch wenig an die landwirtschaftliche Vergangenheit. Interessant ist, wie die Eisenbahn ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der stetige Ausbau der Autobahn ab den 1960er Jahren das Leben und Arbeiten auf «La Pobbia» grundlegend verändert haben.

Gutshof aus Novazzano TI
Icon Museumsplan Nr. 851 Gutshof aus Novazzano TI

Alpgebäude aus Champatsch

Die Alp Champatsch wird seit dem 15. Jahrhundert bewirtschaftet. Die Anlage auf dem Ballenberg (1311-1314) datiert aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Alp wurde genossenschaftlich betrieben. Die Bauern der Ortschaften Valchava und Lü (heute Teil der Gemeinde Val Müstair) organisierten sich gemeinsam und stellten das Personal für den Alpsommer. In einem grosszügigen Raum im Alpgebäude 1312, wo früher der Käse gelagert wurde, können die Besuchenden mehr über die Geschichte der Landwirtschaft im Val Müstair und der Alp Champatsch lernen. Ein Einblick: ab 1970 war das Käsen auf der Alp nicht mehr möglich, weil die Anlage nicht mehr den geltenden Hygienevorschriften entsprach.

Die Alpgebäude standen ab 1985 leer und in den Jahren 1987/88, vor dem geplanten Abbruch, erfolgte eine umfassende Dokumentation. Dabei konnte man dank archäologischen Untersuchungen neue Erkenntnisse über die Arbeit und das Leben auf der Alp gewinnen.

Alpgebäude aus Champatsch GR
Icon Museumsplan Nr. 1312 Alpgebäude, Schermen von Champatsch/Val Müstair GR

Ballenberg
Freilichtmuseum der Schweiz

Museumsstrasse 100
CH-3858 Hofstetten bei Brienz

+41 33 952 10 30
info@ballenberg.ch

Öffnungszeiten
9. April bis 1. November 2026
Täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten Administration
Täglich von 08.00 bis 18.00 Uhr

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