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Forschungsprojekte

Informationen zu aktuellen und vergangenen Forschungsprojekten im Freilichtmuseum Ballenberg.

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Sicht auf die Geländekammer Zentrales Mittelland, vorbei am Haus aus Villnachern zu den imposanten Strohdächern der Gebäude aus Leutwil und Oberentfelden.

Wohnen, Bauen und Wirtschaften in der ländlichen SchweizForschungsprojekt Mensch und Haus

Wie wohnte man früher auf dem Land? Wer gehörte zu einem Haushalt? Wovon lebte man? Wieso entschloss man sich, ein neues Haus zu bauen oder es zu transformieren? Wer hatte das Recht und die Mittel dazu?

Während sich Landschaft und Landwirtschaft rasant verändern und viele alte Bauernhäuser bereits abgerissen sind, widmen sich das Freilichtmuseum der Schweiz und weitere Forschungsinstitutionen diesen und anderen Fragen schon lange. Beantwortet sind jedoch längst nicht alle.

Das Forschungsprojekt «Mensch und Haus» geht der Lebensrealität früherer Generationen auf dem Land mit einem neuen Blickwinkel und aktuellen Forschungsmethoden nach. Dabei stehen die Geschichten ausgewählter Häuser im Freilichtmuseum Ballenberg und ihrer Bewohnerschaft im Zentrum. Untersucht werden die Zusammenhänge des Bauens, die Anpassungen in der Wirtschaftsweise sowie den Wohnverhältnissen und andere Veränderungen. Dabei interessieren die gegenseitigen Abhängigkeiten und die äusseren Einflüsse wie Klimaveränderungen, Krankheiten und Kriege, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umbrüche auslösten. Die Häuser, die Menschen, aber auch die materielle Kultur und die Natur werden als Akteure mit eigener Wirkmächtigkeit anerkannt und in ihrer Wechselwirkung untersucht.

Das Projektteam verknüpft bauhistorische, sozial- und wirtschaftsgeschichtliche und kulturanthropologische Ansätze und arbeitet eng mit Familienforschenden, Bauarchäolog*innen, Forschenden zu Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie lokalen historischen Vereinen zusammen und bezieht im Rahmen von Citizen Science auch eine weitere Bevölkerung mit ein. Die erhobenen Daten werden in einer Datenbank öffentlich zugänglich gemacht.

Das Stöckli aus Köniz BE (382) im Freilichtmuseum Ballenberg.

Forschungsprojekt Mensch und Haus

Wohnen, Bauen und Wirtschaften in der ländlichen Schweiz

Finanzierung: SNF (Projekt-Nummer 189398)
Laufzeit: 01.06.2020 - 31.05.2024

Team

  • Prof. Dr. Walter Leimgruber, Professor für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel: Hauptgesuchsteller
  • Prof. Dr. Marion Sauter, Architektin und Kunsthistorikerin, Professorin für Kulturtheorie an der Berner Fachhochschule (Architektur, Holz und Bau): Gesuchstellerin
  • Beatrice Tobler, Kulturwissenschaftlerin lic. phil., Leiterin Wissenschaft, Freilichtmuseum Ballenberg: Projektpartnerin
  • Dr. Kurt Münger, Chemiker, Präsident Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung (SGFF-SSEG) und Mitglied in mehreren historischen Vereinen der Ostschweiz: Projektpartner
  • Uolf Candrian, Kulturwissenschaftler MA, Universität Zürich: Doktorand Universität Basel
  • Linda Imhof, Kunst- und Architekturhistorikerin lic. phil., Universität Zürich: Doktorandin Berner Fachhochschule
  • Stefan Kunz, Architekt MA FHZ SIA, Hochschule Luzern: Doktorand Berner Fachhochschule
  • Dr. Irene Marti, Sozialanthropologin, Universität Neuchâtel: Postdoktorandin Universität Basel
  • Oliver Rendu, Historiker und Archäologe, MA Universität Lausanne: Doktorand Universität Lausanne

Forschungskooperation mit Genealogischen Gesellschaften der Schweiz

Das Freilichtmuseum Ballenberg, die Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung SGFF und die Genealogisch-Heraldischen Gesellschaften BernOstschweiz und Zürich erforschen seit 2018 im Rahmen eines Pilotprojektes gemeinsam die Bewohnergeschichten einzelner Ballenberg-Häuser. Das Projekt wird koordiniert durch Werner Adams.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Provenienzforschung NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut/Raubkunst

Im Rahmen des Projekts «Provenienzforschung NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut/Raubkunst» untersuchte der Ballenberg Freilichtmuseum der Schweiz die Provenienzen der mobilen Objekte der Sammlung.

Ab 1970 sammelte die Stiftung «Ballenberg Freilichtmuseum der Schweiz» neben Gebäuden auch Mobiliar und Gebrauchsgegenstände zur Ausstattung der Häuser, die im Freilichtmuseum wiederaufgebaut wurden. Heute sind diese musealen Objekte in einer IMDAS-Datenbank erfasst und zum grossen Teil fotografisch dokumentiert.

Die Sammlung wurde mehrheitlich durch Schenkungen, seltener durch Ankäufe einzelner Objekte aus Schweizer Privatbesitz erweitert. Äusserst selten wurden Objekte durch das Freilichtmuseum direkt aus dem Antiquitäten- und Kunsthandel erworben. Die meisten der durch Schenkung oder Kauf von Privatpersonen erworbenen Objekte erfüllten bis zum Eintritt in die Sammlung des Freilichtmuseums ihre ursprüngliche Funktion.

Wir konnten im Zuge der Recherchen feststellen, dass sich nach heutigem Wissensstand, keine Objekte in der Sammlung befinden, die als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut/Raubkunst zu bezeichnen sind. Durch das Projekt, dessen Ergebnisse in der Dokumentation zu lesen sind, erfuhr die Sammlung einen signifikanten Wissenszuwachs, von dem sie auch in Zukunft profitieren wird.

  • Im Rahmen des Projekts «Provenienzforschung NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut/Raubkunst» untersuchte der Ballenberg Freilichtmuseum der Schweiz die Provenienzen der mobilen Objekte der Sammlung.

    Edouard-Louis-Auguste Metton (1856-1927), Alpszene, Öl auf Leinwand, E. 19. Jh – 1927, Herkunft: Kam via Genf, Wohlen und Zürich in den Besitz des Freilichtmuseums.

  • Im Rahmen des Projekts «Provenienzforschung NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut/Raubkunst» untersuchte der Ballenberg Freilichtmuseum der Schweiz die Provenienzen der mobilen Objekte der Sammlung.

    Büchel, um 1930, Herkunft unbekannt

Forschungsprojekt «Gut Brand!»

Die Veröffentlichung des Bandes «Gut Brand! Historisches Ziegelhandwerk in Forschung und Vermittlung» stellt einen wichtigen Schritt im Zusammenhang der Forschung um alte Ziegeleien dar. Das Buch ist das Ergebnis einer internationalen Tagung, die 2021 auf dem Ballenberg stattfand und den spektakulären Brand von Ziegeln in der historischen Ziegelei aus Péry begleitete. Das Buch thematisiert nicht nur Architektur und Handwerk, sondern auch die heutige Vermittlung desselben in unterschiedlichen Museen.  Es wurde von Beatrice Tobler, ehem. Wissenschaftliche Leiterin und Volker Herrmann, ehem. Bereichsleiter Architektur- und Hausforschung des Ballenberg Freilichtmuseum der Schweiz, herausgegeben. Erhältlich ist es im Buchhandel und beim Verlag Friedrich Reinhardt in Basel.

Zur Bestellung
Die Ziegelei aus Péry BE während dem ersten historischen Ziegelbrand auf dem Ballenberg.

Weitere abgeschlossene Forschungsprojekte

«Ubiquitous Computing for knowledge transfer, exhibition design and museum operations», Forschungsprojekt der Fachhochschule Nordwestschweiz Basel und der Hepia HES-SO Genf, gefördert durch die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes KTI, 2015-2017. Projektpartner: Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz, Römermuseum Augusta Raurica, Museum der Kulturen, Basel.

«Audience+: Museen und das partizipative Web», Forschungsprojekt der Hochschule Luzern, gefördert durch die Kommission für Technologie und Innovation des Bundes KTI, 2010-2011.

Ballenberg
Freilichtmuseum der Schweiz

Museumsstrasse 100
CH-3858 Hofstetten bei Brienz

+41 33 952 10 30
info@ballenberg.ch

Öffnungszeiten

6. April bis 29. Oktober 2023
Täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr

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